Die europäischen Testgelände verändern sich nach und nach. Von Orten, an denen früher vor allem die Fahreigenschaften getestet wurden, verlagert sich der Schwerpunkt hin zu einer Umgebung, die physische Tests, Simulationen und die Arbeit mit Daten miteinander verbindet. Mit der zunehmenden Komplexität der Fahrzeuge, insbesondere im Bereich der Fahrerassistenzsysteme und der autonomen Systeme, steigen auch die Anforderungen an die Testverfahren. Die Testgelände reagieren mit einer Erweiterung ihrer Technologien sowie der Methoden, mit denen die Tests vorbereitet und ausgewertet werden darauf. Die Teststrecken werden so zu einem vollwertigen Bestandteil des Entwicklungsprozesses.
Das Testen als Arbeit mit Daten: Physisch sowie virtuell
Das Testen basiert heutzutage größtenteils auf Daten. Die Fahrzeuge kommunizieren mit ihrer Umgebung, zeichnen den Verlauf der Tests auf und liefern einen detaillierten Überblick über das Verhalten der einzelnen Systeme, einschließlich der kompliziertesten Assistenzfunktionen.
Deshalb geht es nicht mehr nur um die Teststrecke an sich. Teil der Infrastruktur sind Vehicle-to-Everything-Technologien (V2X), die in Echtzeit mit dem Bordsystem des Fahrzeugs kommunizieren. In Verbindung mit digitalen Umgebungsmodellen helfen sie uns dabei, Testszenarien zu erstellen und die Ergebnisse anschließend mit dem realen Verhalten des Fahrzeugs zu vergleichen.
Physische Tests werden heutzutage standardmäßig mit virtuellen Szenarien kombiniert. Simulationen ermöglichen es uns, die meisten Situationen bereits vor der eigentlichen Fahrt zu testen. Physische Tests überprüfen dann, wie sich das Auto im realen Straßenverkehr verhält. Dieser hybride Ansatz trägt dazu bei, die Entwicklung zu beschleunigen, und sorgt gleichzeitig dafür, dass weniger Tests wiederholt werden müssen.
Strategische Infrastruktur für die Hersteller
Automobilhersteller verlassen sich heute zunehmend auf externe Testkapazitäten. Die Entwicklung schreitet immer schneller voran, Autos werden immer komplizierter, und die Wartung einer eigenen Infrastruktur ist zeit- und kostenintensiv. Die Testgelände übernehmen somit nach und nach einen größeren Teil der Arbeit. Oft sind sie bereits an der Vorbereitung der Szenarien beteiligt, helfen bei der Auswertung der Ergebnisse und manchmal auch bei der Anpassung der Fahrzeuge – je nachdem, was die Tests zeigen. Es handelt sich nicht nur um einen Ort für Tests, sondern letztendlich werden sie zu einem festen und alltäglichen Bestandteil der Entwicklung.
Neben den Teststrecken verfügen die Testgelände daher auch über technische Einrichtungen für Fahrzeuganpassungen, Messungen oder Datenanalysen. Dadurch müssen die Prototypen nicht zwischen verschiedenen Arbeitsplätzen hin- und hertransportiert werden, und die einzelnen Arbeitsschritte lassen sich schneller aneinanderreihen. Die Konzentration der Tests an einem Standort wirkt sich auch auf die Betriebseffizienz aus. Weniger Transporte, kürzere Logistikketten und die Möglichkeit, mehrere Testarten an einem Ort zu kombinieren, tragen dazu bei, nicht nur die Kosten, sondern auch die Gesamtbelastung für den Betrieb und die Umwelt zu senken.
Für europäische Hersteller spielen lokale Testkapazitäten daher eine immer wichtigere Rolle – nicht nur unter Kostenaspekten, sondern auch im Hinblick auf die Entwicklungsgeschwindigkeit und die Fähigkeit, im globalen Wettbewerb zu bestehen.
Das Testgelände von AUREL in Břehyně
Auf dem AUREL-Testgelände in Břehyně bei Doksy halten wir mit der Entwicklung Schritt. Wir kombinieren physische Tests mit digitalen Instrumenten und ingenieurtechnischem Umfeld. Wir sind in der Lage, Assistenzsysteme und autonome Systeme in verschiedenen Szenarien zu testen und gleichzeitig die dabei anfallenden Daten zu verarbeiten. Wir setzen langfristig auf einen Grad an Präzision und Qualität, der den Anforderungen der deutschen Automobilindustrie entspricht und an den sich OEMs und Tier-1-Zulieferer bei uns bereits gewöhnt haben. Ein Vorteil für Kunden aus Deutschland ist zudem der Standort in der Nähe der deutschen Grenze.
AUREL funktioniert als Partner, der in der Lage ist, sich an die konkreten Anforderungen eines Projekts anzupassen – sei es bei der Vorbereitung der Tests, deren Durchführung oder den anschließenden Anpassungen des Fahrzeugs. Die Entwicklung verläuft somit reibungslos und ohne unnötige Verzögerungen.
Wenn Sie einen Partner für Tests suchen, der schnell reagieren und gleichzeitig einen hohen technischen Standard gewährleisten kann, besprechen wir mit Ihnen gerne die konkrete Möglichkeiten einer Zusammenarbeit.



